Grundlage und Methodik des Stellen

Das Familienaufstellen ist eine Therapie, die das Individuum als Teil eines Systems betrachtet und versucht bestimmte Probleme dieses Individuums zu lösen, indem sein Platz innerhalb des Systems wieder gefunden wird.
* Die Familienaufstellung wurde von Thea Schönfelder entwickelt und Bert Hellinger, ein deutscher Psychotherapeut, hat diese Methode in den 1990er Jahren bekannt gemacht.

In der Mehrheit der Fälle beschäftigt sich die Methode mit der Familienstruktur des Einzelnen, weil die Familie das ursprüngliche System ist, in dem wir tätig sind, aber andere Systeme (Freunde, Arbeit, Krankheiten, Entscheidung Findung) können in Betracht gezogen werden.

Vergegenwärtigen wir uns kurz was ein System ist: ein System ist eine Summe von Individualitäten die ein Ganzes schafft, ein Gefüge von Elementen, die nach bestimmten Prinzipien interagieren.

Einige unserer Probleme, unserer Verhaltenshindernisse, sind tief verwurzelt. Sie stammen von der Darstellung die wir uns, oftmals unbewusst, von unserem Platz innerhalb des Systems machen in dem wir uns befinden .

Unsichtbare Verbindungen umgeben uns und wir entwickeln oft aus Liebe eine gewisse Art von Loyalität zu den System derer wir uns nicht bewusst sind.

Zum Beispiel, wenn eine Person von ständigen Schuldgefühlen geplagt wird, kann dies daran liegen das sie, unbewusst aber dennoch sehr akut, die Rolle der Verantwortlichen für die anderen übernimmt.

Wenn diese Person sich eine solche, oftmals nicht vorsätzliche, Rolle gegeben hat, die ihr Leben durcheinander bringt, regt die Aufstellungsmethode diese Person an, die richtige Darstellung der ihr gehörenden Rolle wieder zu finden.

Wie geht das Familienaufstellen vor?

Um die geistigen Darstellungen gewisser Beziehungen zu entschlüsseln, werden diese Beziehungen zuerst durch Konstellationen im Raum dargestellt.

Zuerst berichtet der Patient das Problem , das ihn zu dieser Methode geführt hat. Dann werden die verschiedenen Teilnehmer als Repräsentanten gebeten, die Rolle der Mitglieder des Systems (zB Familienmitglieder) zu übernehmen und im Raum Aufstellung zu nehmen.

Es ist anzumerken, dass die Teilnehmer nicht unbedingt Informationen über den Patienten oder sein Problem brauchen: entscheidend sind die Anwesenheit und die Aufmerksamkeit die den Beziehungen geschenkt wird die während der Sitzung zum Vorschein kommen. Um teilnehmen zu können als Repräsentant sind keine Vorkenntnis erforderlich.

Diese Beziehungen werden dann im Raum sichtbar, und die stellenden Mitglieder verspüren manchmal sehr starke Emotionen oder physische Empfindungen die die Ursprünge des Problems beleuchten.

Es ist wichtig sich im klaren zu sein dass das Familienstellen keine Methode der Analyse oder des Verständnisses, sondern der Erfahrung ist. Lassen Sie mich erklären: Die Idee ist nicht, aus einer Sitzung herauszukommen und den Anlass des Problems verstanden zu haben, sondern etwas erlebt zu haben, das notwendigerweise etwas im Inneren verändern wird. Es ist nicht notwendig die konkrete Natur eines Regenbogens zu verstehen, um dessen Erfahrung zu machen und verändert zu werden.

Warum ich mich fürs Familienstellen entschieden habe

Neben meiner Ausbildung zur Homöopathin habe ich das Stellen als eine zusätzliche Möglichkeit gesehen den therapeutischen Dialog des Intimen zu öffnen. Ich verstehe meine Rolle wie die eines Goldgräbers, mit dem Unterschied dass mein kostbares Material die zwischenmenschlichen Beziehungen sind und generell die verschiedenen Arten von Verbindungen, die wir als Menschen mit der Welt innerhalb des Lebens aufbauen. Voraussetzung um das machen zu dürfen ist die Offenheit und das Vertrauen der Patienten mich in ihren System hinein zu lassen und dafür bin ich immer wieder sehr dankbar, sowohl als Therapeutin als auch als Repräsentantin. Das Aufstellen ist für mich als Repräsentant auch jedes mal eine Chance etwas neues über mein System zu entdecken und über die Menschen zu erfahren. Die Erfahrung gilt für mich als einzige Möglichkeit mich weiterentwickeln zu können und mein Weltbild zu verändern, Probleme, Umstände und Ängste anders zu betrachten. Ich möchte euch durch das Erfahren begleiten.

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